I'm tired of overthinking
Folgende Situation : Freitag Nacht, eine malayische Insel, beschauliches Huettchen, draussen ein Surren und Quaken und Stoehnen (kurzer Einschub : es gibt hier ein Tier, ein Insekt, einen Vogel, ein Etwas, welches eben diese Laute von sich gibt. Es wird immer lauter und gellender und unbearable, bis es ploetzlich abbricht, um sogleich wieder von neuem zu beginnen. Ich habe bis jetzt noch nicht rausgefunden, welcher Spezies dieses Phaenomen angehoert - kennt es jemand von Euch ?) im Einklang mit dem Rauschen des Meeres und dem Zuengeln der naechtlichen Hitze. In der Huette, bei lauen 22° Klimaanlage, sauberes frisches Bett, nach Pfefferminzoel duftende Fuesse, relaxed im Bett liegend, kurz vorm Einschlafen. Ploetzlich, ein Naseruempfen, aufgeregtes Schnuppern, Rauch !
Der Panik nahe, Feuer !, umgedreht zur Reisegefaehrtin, fragend "Alles in Ordnung ? Brennt es ? Raus ?!" Sehend, diese, im Bett liegend, die Beine uebereinander geschlagen, Schlafzimmerblick, rauchend. Laessig, die Fluppe in der Rechten, den Kopf langsam nach links wendend, mich mit grossen Augen anblickend: "Was ist denn ?" Ob sie denn rausgehen solle ? Ich, schockierend stammelnd, erwidernd "Ja das waere famos !" Sie, schildkroetengleich hinausgleitend, "Okay "Schade, mein so erhofftes Aus- und Entspannwochenende entpuppte sich auf Grund zu vieler fuer mich negativer Faktoren als Stressfaktor hoch 10, allerdings weiss ich nun, was ich nicht machen muss und es war doch mal wieder einmalig, eine deutsche Familie mit Gameboy zockenden, noergelnden Kindern neben sich im Bus zu haben, Sandalen mit Tennissocken inklusive, die sich ordnungsgemaess mit "Sänk ju!" bedankt hat.
Noch was positives ? Ich habe Sushi entdeckt ! Dank Muna ! Wer sich erinnert - wir haben mal eine Sushi Session in der Laube veranstaltet und die 10fache Menge an Reis gekocht, an dem man sich beim Wickeln die Finger verbrannt hat. Lustig war's allemal und fuer das erste Mal koennte mun uns als recht begabt bezeichnen. Jedenfalls hat mich Muna neulich in ein Running Shushi geschleppt, hungrig kamen wir vom Office und den gleichen Heimweg nehmend, kehrten wir kurzerhand ein. Und das ist ja so lecker ! Da zelebriert man richtig noch das Essen, schoen behutsam den Ingwer auf das Ebi legen, Wasabipaste drauf (am Anfang natuerlich zu viel, das bisschen Paste wird ja wohl nicht ..... *heul*) und mit Hilfe der Staebchen das Haeppchen in die Sojasosse tauchen. Was da alles an einem vorbeifaehrt ! Staendig fragte ich "Und was ist das ?" Dazu gruenen Tee, ein netter Plausch und so furchtbar hoefliche Bedienungen, dass ich am liebsten selbst abgeraeumt haette. Gestern waren wir wieder da und ich glaube, mein naechstes Praektikum muss ich in Tokyo absolvieren. Bei einer Kunstausstellung zur Geschichte des Sushi.

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