our house in the middle of our street
Mr Wong hat sogar einen Garten, wenn man es denn Garten nennen kann. Jeden Sonntag findet man ihn in seinem Kleinod grünen Idylls umgeben von sich dem Himmel entgegenstreckenden Wohnblocks. Ob Mr Wong sich nun dem grünen Daumen verschrieben hat, wissen wir nicht, aber er geniesst sichtlich das Privileg eines Auslaufs. Fläche ist in Singapur knapp bemessen, daher gilt : je höher & je dichter, desto besser. Mein erster Eindruck, nach der Hitzewelle am Fughafen, war: gibt es hier denn richtige Häuser ? Mit nur 2 Stockwerken ? Es erschien unmöglich und soweit das Auge reichte hohe, eckige, unpersönliche Kästen. Doch muss man zwischen diesen Kästen unterscheiden : zum einen gibt es die HDB-Blocks, die vom Government unterhalten werden. HDB steht fuer "Housing & Development Board", welches nach der Unabhängigkeit eine Initiative startete, die es auch weniger verdienenden Leuten ermöglicht, sich eine Wohnung zu kaufen. Diese Blocks säumen vermehrt die Hauptstrassen Singapurs und man erkennt sie auch daran, dass an jedem Balkon die Wäsche zum Trocknen aushängt bzw. einen auch gerne mal fast erschlägt, wenn man unten vorbei läuft. Mitunter sind sie auch mit den grellsten Farben und schillsten Mustern bemalt und haben immer Hausnummern ab 200 aufwärts. Katzen lieben diese Blockstädte und tummeln sich zu hunderten in den angrenzenden Grasflächen, wo sie sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.
Im Verlgleich dazu hat der Bürger noch die Möglichkeit eines Condominiums, ebenfalls einer zumeinst aus mehreren Blöcken bestehenden Wohnanlage. Das Condo, oder auch gerne "die" Condo genannt, hat einige Vorteile im Vergleich zu den HDB Blocks, weshalb sich v.a. Familien und Konstanzer Studenten für sie entscheiden. So wird der Komplex immer von Securities bewacht, rund um die Uhr. Jedes einfahrende Taxi wird notiert, jeder Besucher muss sich bei Ankunft anmelden. Zudem geniesst man den Luxus eines Pools, an dem sich ein gestresster Praktikant am Wochenende ausruhen kann und ihn, wie gestern wieder geschehen, ganz für sich alleine hat. Alleine ! Einen Pool !
Denn die Familien verbringen das schöne Wetter leider lieber vor dem Fernseher, sich vollends der Amerikanisierung hingebend. Am Pool gibt es noch einige BBQ Stellen, damit man den lauen Samstagabend bei Rind und Rum ausklingen lassen kann. Drum herum Palmen und, wie bei uns, Seehunde. Desweiteren kann man die hauseigene Gym nutzen und ich spreche jetzt nicht von einem Trimm-Dich-Rad anno 1968 und einem Sansack, sondern einem tip-top ausgestattetem Fitnessraum mit allem Pipapo. Und, wie soll es anders sein, auch den hat man morgens alleine. Tatsächlich findet man auch eine Sauna nebenan - wer auch immer die nutzen mag. Ich habe hier bis jetzt 3x, das ist kein Spass, 3x warm geduscht. Mein altes Condo besass dazu noch einen Gesundheits-Aroma-Whirlpool, das muss nun aber wirklich nicht Standard sein ...
Die Abwandlung eines Condos ergeben Appartement-Anlagen, diese verfügen oft über keinen Pool. Sind aber schätzungsweise privater und ohne planschende Kinder.Anbei einige Eindrücke von meinem neuen Zuhause (gell, Martin :) )



0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home